Wasser – fern vom Land
Ausstellung im Kunstkreis PreetzVernissage:Sonntag, 07.06.202611.15 - 13.00 UhrAusstellung:12.06.2026 - 28.06.2026 Fr - So 15.00 - 18.00 Uhr
Martin Lichtmann – Keramische Plastik
Heike Wünnenberg – Malerei
In der neuen Ausstellung im Kunstkreis Preetz präsentieren Heike Wünnenberg und Martin Lichtmann Werke, die sich mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen und Ausdrucksformen dem Thema Meer widmen. So entsteht ein spannender Dialog zwischen zwei künstlerischen Positionen, der zum Entdecken, Vergleichen und Verweilen einlädt.
Das Meer verspricht nicht nur Erholung, sondern in ihm spiegelt sich auch die menschliche Existenz. Vor ewigen Zeiten ist das Leben im Meer entstanden und an Land gegangen, um es zu besiedeln. Und von dort blicken wir jetzt zurück auf das Meer. In der flüssigen Unendlichkeit des Wassers verdichten sich die Fragen des menschlichen Daseins. So kann man Seelandschaften immer auch als Seelenlandschaften verstehen. Mensch und Meer sind seit jeher auf das Engste verbunden: zugleich Freund und Feind, Sehnsucht und Abgrund.
Für ihre Wasserbilder hat Heike Wünnenberg ihre eigene Spritztechnik erarbeitet, durch die die Bilder aus der Ferne fotorealistisch wirken, sich aber bei näherer Betrachtung in Striche und Punkte auflösen. Die Schönheit, Dynamik und Kraft des Meeres faszinieren die Künstlerin seit jeher, so dass sie begonnen hat, die einzelnen Zustände des Meeres in Bildern zu beschreiben. Für sie hat das Meer viele Gesichter. Von ruhig plätschernd daliegend kann es sich zu einer tobenden alles zerstörenden Urgewalt aufbauen. Diese Extreme üben eine besondere Faszination auf die Künstlerin aus.
Im Kontrast zu den Bildern der sich ständig verändernden Meereslandschaften setzt Martin Lichtmann mit seinen keramischen Plastiken stabile Akzente mit Relikten und Fundstücken der Küstenregionen. Dazu verwendet er grobschamottierte Tone, die hoch gebrannt, aber nicht glasiert werden. Eine Form aus blauem Porzellan nimmt die Bewegungen der Wellen auf, während eine aufrecht stehende Bugform aus schwarzer Tonmasse im Verwitterungsprozess einen symbolischen Bezug zu Restbeständen herstellt, die Aufschlüsse über vergangene Kulturen ermöglichen und damit einen Weg in die Zukunft weisen können.
